Reisehinweise
Auf dieser Seite finden Sie allgemeine Reisehinweise für Thailand sowie Hinweise über die klimatischen Bedingungen, einen kleinen "Knigge" für das richtige Verhalten in Thailand sowie einen kleinen Sprachführer für die wichtigsten Wörter und Redewendungen, um die Alltagssituationen in Ihrem Urlaub bewältigen zu können.
1. Einreise
Bundesbürger sowie türkische Staatsbürger benötigen für die Einreise einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate nach Verlassen Thailands gültig ist. Das gilt auch für Kinder, die ebenfalls einen Reisepass für die Einreise nach Thailand benötigen. Ein Kinderausweis ist nicht ausreichend! Bürger anderer Staaten erhalten die Visa-Auskunft bei der königlich thailändischen Botschaft in Berlin. Das Visum wird bei der Einreise am Flughafen erteilt und ist für 30 Tage gültig. Visa für längere Aufenthalte müssen vor Einreise vorliegen und sind kostenpflichtig. Bei (Wieder)Einreise auf den Landweg wird ein Visum für max. 15 Tage erteilt. Informationen und Hilfe erhalten Sie u.a. bei Visum24.
2. Klimatische Verhältnisse
In Thailand ist es ganzjährig warm. In den Wintermonaten (November bis Januar) kann es im Norden Nachts teilweise bis auf 10 Grad abkühlen. Von Februar bis April herrscht meist warmes und trockenes Klima vor. Von Mai bis Oktober ist es schwül warm und bis auf die Inseln im Golf von Siam oft auch regnerisch mit sintflutartigen Regenfällen, oft aber auch langen sonnigen Unterbrechungen. Die Straßen stehen dann teilweise knietief unter Wasser. Regenzeit herrscht von Juni bis Oktober. Von November bis Februar herrschen meist für Europäer angenehme Temperaturen von 25-30 Grad.
3. Impfschutz/Empfehlungen
Impfungen sind derzeit für Thailand nicht vorgeschrieben. Nähere Informationen erhalten Sie z.B. beim reisemedizinischen Zentrum des Bernhard-Nocht-Instituts (Tropeninstitut) in Hamburg.
4. Check-In/Check-Out
Der Check-In erfolgt im Hotel in der Regel nicht vor 14 Uhr. Wir bemühen uns, die Reisen so zu planen, dass Sie nach der Ankunft im Hotel sofort Ihr Zimmer beziehen können. Die meistens Hotels verlangen beim Check-In ein Deposit in Form einer Kreditkarten- oder Bargeld-Hinterlegung, um Verzehr und Entnahmen aus der Minibar abzusichern. Check-Out ist in den meistens Hotels bis 12.00 Uhr. Wenn es sich wegen der Transfers zum Rückflug nicht umgehen lässt, müssen Sie evtl. am Abflugtag Ihren Koffer bis zur Abreise im Hotel deponieren. Sie haben aber die Möglichkeit, den Pool bis zur Abreise zu nutzen.
5. Verkehr
In Thailand herrscht (für europäische Verhältnisse oft chaotischer) Linksverkehr. Das bequemste Fortbewegungsmittel ist in Bangkok das Taxi. Freie Taxen haben vorne eine rot leuchtende Aufschrift hinter der Windschutzscheibe. Durch mit der Handfläche nach unten geneigter Hand können Sie das Taxi heran winken. Immer darauf bestehen, dass der Taxifahrer das Taxameter einschaltet. Das Aushandeln von Fahrpreisen bei Taxen mit Taxameter führt immer dazu, dass Sie mehr bezahlen. Feilschen lohnt in diesem Fall nicht. Sollte der Fahrer das Taxameter nicht einschalten, beschweren Sie sich freundlich aber bestimmt und bestehen auf "Taxameter". Bei Taxen ohne Taxameter oder bei Fahrten mit dem TukTuk muss der Fahrpreis IMMER vor Fahrtantritt ausgehandelt werden. Außer in Bangkok ist es schwierig, Taxen mit Taxameter zu finden. Es regiert dort die TukTuk-Mafia.
6. Zeitunterschied
Der Zeitunterschied zur Mitteleuropäischen Zeit beträgt während der Winterzeit +6 und im Sommer + 5 Stunden.
7. Währung/Zahlungsmittel
Die thailändische Währung ist der Baht (THB). Der Wechselkurs schwankt und liegt meistens zwischen 1 € 0 46-50 THB. Währung darf nach Thailand bei der Einreise in unbegrenzter Höhe eingeführt werden. Aus Deutschland dürfen max. € 10.000,-- ausgeführt werden. Traveller-Schecks werden heute nur noch in den Banken eingetauscht. Außerhalb der Touristenzentren kann es dort zu Schwierigkeiten kommen. Mit EC-Karte und PIN-Nummer können Sie heute überall in Thailand an ATM (Geldautomaten) Geld abheben. Zahlung mit Kreditkarte ist überwiegend möglich.
8. Pkw-, Moped- oder Waverunner-Anmietung
Wir raten dringend an, Fahrzeuge jeglicher Art nur über international Tätige Vermieter anzumieten. Diese bieten einen umfangreichen Versicherungsschutz. Bei der Anmietung von lokalen oder privaten Vermietern besteht häufig kein oder nur ein sehr geringer Versicherungsschutz. Auch kommt es vor, dass die Vermieter im Zusammenwirken mit "gefälligen" Polizeibeamten dem Mieter Schäden am Fahrzeug anhängen wollen. Eine gemeinsame umfassende Besichtigung des Fahrzeugs ist deshalb unerlässlich.
9. Drogen
Wir raten ganz dringend davon ab, Drogen in Thailand zu konsumieren oder zu besitzen oder gar mit ihnen Handel zu treiben. Die Freiheitsstrafen für diese Delikte sind in Thailand sehr hoch und in schweren Fällen kann dafür in Thailand die Todesstrafe verhängt werden. Nehmen Sie niemals Pakete von Dritten mit nach Thailand oder von Thailand nach Deutschland, wenn Sie den Inhalt nicht genau kennen. Besser noch, Sie verweisen diese Personen auf den Postweg (DHL oder UPS unterhalten in jeder größeren Stadt in Thailand Filialen).
10. Der kleine Thailand-Knigge
Thailänder sind Ausländern (Gästen, die Geld bringen) gegenüber meistens sehr freundlich und nachsichtig, wenn sich der "Farang" (=westlicher Ausländer; gilt z.B. nicht für Japaner oder Koreaner) falsch verhält. Auch der Besucher sollte in allen Fällen stets freundlich lächeln, anstatt sich über Dinge, die vielleicht anders verlaufen, als erwartet, aufzuregen und vielleicht sogar laut und wütend zu werden. Menschen, die sich so verhalten, genießen in Thailand keinen Respekt mehr.
Thailänder sind meistens sehr religiös. Der Glauben hat einen wichtigen Stellenwert im Leben und wird überwiegend regelmäßig praktiziert. Der König ist Schutzherr aller Religionen. Ca. 95% aller Thais sind Buddhisten. Der Rest Christen, Hindus und gerade im Süden häufig auch Moslems.
Buddha genießt höchstes Ansehen und steht unter dem Schutz des Gesetzes. Die Verunglimpfung der Religion und/oder Buddhas wird mit Gefängnis bestraft. Touristen sollten sich niemals respektlos gegenüber Buddha, Buddhastatuen oder den Buddhismus verhalten. Wenn Sie einen Tempel besuchen, sollten Sie Kleidung tragen, die die Schultern und Knie verhüllt. Im Tempel dürfen Sie sich niemals so auf den Fussboden setzen, dass Ihre Füsse mit der Fusssohle in Richtung der dort stehenden Buddhafiguren zeigt. Dies ist extrem unhöflich.
Es ist Frauen untersagt, Mönche zu berühren. Wenn also eine Frau einem Mönch etwas geben will, muss sie diesen Gegenstand vorher einem Mann übergeben, der ihn dann an den Mönch weiter reicht.
Besondere Beachtung genießt in Thailand die Königsfamilie und insbesondere König Bhumipol, der nun seit mehr als 60 Jahren Regent Thailands - und damit zugleich der am längsten regierenden König der Welt - ist. Thailänder lieben und verehren ihren König. Majestätsbeleidigung ist ein schweres Verbrechen und wird mit Gefängnis bestraft. Dazu zählt z.B. schon das bemalen der überall aufgestellten Bilder des Königs und/oder der Königin oder das absichtliche Treten auf thailändische Geldscheine, da diese ein Abbild des Königs ziert. Nur der König ist berechtigt, Touristen, die wegen Majestätsbeleidigung verurteilt wurden, wieder zu begnadigen.
Auch gegenüber den Thais selbst ist es natürlich für Gäste angebracht, respektvoll und freundlich aufzutreten. Entgegen der leider oft weit verbreiteten Ansicht sind Thailänder in sexueller Hinsicht sehr zurückhaltend, insbesondere in der Öffentlichkeit. Es ist deswegen nicht angebracht, eine Thailänderin in der Öffentlichkeit zu berühren. Erst langsam wird es in der thailändischen Öffentlichkeit geduldet, dass thailändische jüngere Paare Hand in Hand durch die Stadt gehen. Küsse sind gleichwohl in der Öffentlichkeit tabu. Auf dem Land gelten die alten Regeln fort und kein junger Thai würde es sich dort erlauben, Schande über seine Familie durch unzüchtiges Verhalten zu bringen.
Gerade Ausländer sollten in Thailand versuchen, die europäischen Gewohnheiten abzustreifen und sich nicht den Unmut der Thailänder durch z.B. zu lautes Lachen im Restaurant oder durch schreien zu zu ziehen.
In Thailand wird sich bei der Begrüßung nicht die Hand gereicht. Thailänder begrüßen sich mit dem sog. "Wai". Dabei werden die Hände wie zum Gebet aneinander gelegt und der Kopf leicht gesengt. Der Wai von eindeutig niedrig gestellten Personen wie z.B. Bettlern, wird nicht erwidert.
Je angesehener die Person ist, die mit dem Wai begrüßt werden soll, desto höher befinden sich die Hände für den Wai. Bei niedriggestellten Personen befinden sich die Hände ungefähr in Brusthöhe. Bei gleichgestellten Personen befinden sich die Hände ca. in Höhe des Kinns. Bei höher gestellten Personen befinden sich die Hände ungefähr in Höhe der Unterlippe und bei einem Wai gegenüber einem Mönch befinden sich die Hände in Höhe der Augenbrauen. Gemeinsam mit dem Wai wird der Kopf leicht geneigt. Je höhergestellt die Person ist, desto mehr wird der Kopf geneigt.
Den Thais ist ordentliche und gepflegte Kleidung sehr wichtig. Selbst der Koch eines Straßenrestaurants hat oft eine blütend weiße Schürze. Achten Sie bitte darauf, dass auch Sie sich angemessen kleiden. Leider kommt es immer wieder vor, dass Touristen auch außerhalb des Hotels mit nacktem Oberkörper durch den Ort laufen. Kein Thai wird Sie darauf ansprechen, aber der Abscheu und die Verachtung der Thais sind Ihnen dann gewiss. Auch im Hotel sollten Sie nackte Oberkörper nur am Pool zur Schau stellen. Dies gilt allerdings nicht für Frauen, da in Thailand "oben ohne" verboten ist. Außerdem verletzen Sie mit einer solchen Verhaltensweise das Anstandsgefühl der Thailänder und das, was soeben über Menschen ohne Hemd im Ort gesagt wurde, gilt dann gleichermaßen für Sie.
Wenn Sie einkaufen, auch in Kaufhäusern, dann müssen Sie handeln. Das gehört in Thailand zum guten Ton. Sie können einmal davon ausgehen, dass Ihnen ein um ein Vielfaches höherer Preis auf Märkten und in Geschäften genannt wird, als Sie letztendlich zahlen müssen. Das gilt auch für Fahrten mit dem TukTuk. Überlegen Sie sich, welchen Preis Sie bereit sind zu zahlen und fangen beim Handeln deutlich unter diesem Preis an. Gehen Sie in kleineren Schritten mit Ihrem Gebot höher, als der Verkäufer seinen Preis reduziert. Evtl. gehen Sie einfach mal weiter, dann wird Ihnen sicherlich ein noch günstigeres Angebot gemacht.
Wenn Sie Thailändern im Urlaub freundlich, offen und respektvoll entgegen treten und sich so verhalten, wie Sie es auch von Gästen in unserem Land erwarten, werden Sie in Thailand keine Probleme bekommen.
11. Der kleine Sprachführer
Zuerst einmal ist auf die Unterschiede in der Sprache zwischen Männern und Frauen hinzuweisen. Die Frauen beenden ihre Sätze mit der Höflichkeitsformel "Kha", Männer benutzen statt dessen die Höflichkeitsformel "Krap".
Wir werden hier die Wörter so schreiben, wie Sie die Wörter aussprechen sollen:
a: Zahlen
1 = nüng 20 = jii siep 50 = haa siep 100 = roi2 = song 21 = jii siep et 51 = haa siep et 200 = song roi3 = saam 22 = jii siep song 52 = haa siep song 500 = haa roi4 = si 23 = jii siep saam usw. usw.5 = haa usw.6 = hok7 = djet 157 = roi haa siep djet8 = pääd 397 = saam roi gao zip djet9 = gao 783 = djet roi pääd zip saam10 = siep 11 = siep et12 = siep song13 = siep saam0 = zoonusw.b. Fragewörter
thii-nai = wo thammai = warum thaorai = wievielnai = wohin yaangrai = wie müarai = wannc. Richtungsangaben
leo kwaa = rechts thii-nii = hierleo sai = links thii-nan = dortdrong bpai = geradeaus drong-nii = genau hierd. Floskeln und Redewendungen
chai = ja/stimmt mai chai = nein/ stimmt nichtmii = gibt es/habe ich mai mii = gibt es nicht/habe ich nichtkhop khun krap = Danke, männl. Form khop khun kha = Danke, weibl. Form (abhängig von der Person des Sprechers)mai bpen rai = macht nichts/keine Ursachepäng bpai = zu teuer (wenn Sie beginnen, in Kaufpreisverhandlungen einzutreten....)Sawasdee krap = guten Tag/auf Wiedersehen (männl. Form)Sawasdee kha = guten Tag/auf Wiedersehen (weibl. Form)Sabai dee mai = wie geht es Ihnen? Antwort: Sabai dee, khop khun maak (viel/vielen) krap/khaPhom- (männl.) / Chan chüü... = ich heiße ......Tschok dii na krap/kha = viel Glück/alles Gute (männl./weibl.)Wenn Sie bei dem Gang durch die Stadt oder über den Markt angesprochen werden und nicht möchten, weiter "belästigt" zu werden, werden Sie die Verkäufer durch folgende Redewendung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit los:Mai au = ich mag nicht/ich will nicht. Oder aber Sie sagen: Prung-nii = morgen
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